Götz Frommer

Stadtplanung Karlshorst ?

Von einer gelingenden Stadtplanung in Karlshorst sind wir meilenweit entfernt. Nachdem wir seit über einem Jahr regelmäßig die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und den Bauausschuss besucht haben, wird uns zunehmend deutlich:

Das Stadtplanungsamt stellt immer wieder neue, von Investoreninteressen geleitete Projekte vor, liefert jedoch keinerlei Gesamtschau.

So haben die Entscheidungsträger in der BVV keine Chance, die Komplexität von Stadtentwicklung zu begreifen und im Sinne des Gemeinwohls zu entscheiden. Das Ergebnis dieser jahrelangen Entwicklung ohne übergeordnete Planung ist die heutige, sehr unbefriedigende Situation in Karlshorst, die bei vielen das Gefühl diffuser Hilflosigkeit entstehen lässt.

Der Verein hat sich -unter anderem- das Ziel gesetzt, Teil der Stadtentwicklung zu sein, indem er das Denken und Planen in Zusammenhängen möglich macht. Mit Hilfe neuer Kommunikationsstrukturen soll die Vielfalt der geplanten Projekte und ihre Wechselbeziehungen aufgezeigt werden, gleichzeitig aber deren Komplexität auf ein verständliches Maß „heruntergebrochen“ werden. So erhält jeder die Möglichkeit, sich an konstruktiven Lösungsvorschlägen zu beteiligen. Dazu gibt es keinen fertigen Plan und keine einfachen Antworten, aber mit dem Verein als Ankerpunkt die Möglichkeit, dass die Bürgerschaft ihre Interessen formuliert und gemeinsam erarbeitet, wie Karlshorst in Zukunft aussehen und funktionieren soll.

Mischen Sie sich ein, entwickeln Sie Phantasien, denken und planen Sie mit und überlassen Sie Karlshorst nicht der „Betonfraktion“, bevor es zu spät ist.

Offener Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin

Wir haben den nachfolgenden offene Brief dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller mit der Bitte um ein Gespräch am 26.10.2019 auf dem Landesparteitag der SPD übergeben.

Die vielen Bauprojekte in unserem Ortsteil führen in den nächsten Jahren zu einem totalen Wandel der Verhältnisse, ohne das eine wirksame, die Planung verändernde, Bürgerbeteiligung möglich ist. Zwar finden die baurechtlich vorgeschriebenen Verfahren statt, allerdings werden dabei übergeordnete, zusammenwirkende Planungsbeziehungen ausgeklammert, da diese ja nicht nur dem jeweiligen Investor zuzuordnen sind (siehe z.B. Abwägungen zur Parkstadt). Eine übergeordnete, vorausschauende Infrastrukturplanung liegt aber in vielen Bereichen nicht vor.

Somit ist der politische Planungs- und Gestaltungswille im größerem Zusammenhang die einzige Instanz, die die Verhältnisse ordnen und regulieren kann. Diese Regulation kann aber wirksam nur vor der Gewährung von Baurecht, der Feststellung von Planreife und dem Abschluss von städtebaulichen Verträgen erfolgen.

Wir würden gerne dazu beitragen, die erheblichen Probleme systematisch als „Modellregion Karlshorst“ anzupacken. Unser Einwohnerantrag Masterplan Karlshorst hat bereits 900 Unterzeichner.

Masterplan Karlshorst

Einwohnerantrag

Das Bezirksamt in Berlin-Lichtenberg wird beauftragt, einen Masterplan für die Bauvorhaben und Infrastruktur von Karlshorst zu entwickeln. Wir fordern eine ganzheitliche Planung für Karlshorst, die den bereits erfolgten und geplanten Wohnungsbau in einem Masterplan in Jahresschritten mit der vorhandenen und benötigten Infrastruktur für die nächsten 10 Jahre beschreibt.
Dieser Masterplan sollte die Bereiche, Kita, Schule, Erweiterung öffentlicher Grünflächen, Ärzte, Nahversorgung, Radnetz, Verkehr & öffentlicher Nahverkehr aber auch demographische Kennzahlen umfassen. Dieser Masterplan sollte fachgutachtlich begleitet, öffentlich vorgestellt und halbjährlich weiterentwickelt werden.

Begründung:

Karlshorst hat ein erhebliches Defizit in der Infrastruktur, das nur durch umfassende Planung und entsprechende Beteiligungsprozesse gelöst werden kann.
Wichtiger Hinweis: Unterschriftsberechtigt sind alle Personen, die zum Zeitpunkt der Unterschrift 16 Jahre alt und im Bezirk Lichtenberg mit Hauptwohnsitz gemeldet sind.

Bitte helfen Sie mit! 
Liste herunterladen, Nachbarn und Freunde um Unterschrift bitten und per Post an:
Karlshorst e.V.
Blockdammweg 34, 10318 Berlin

Bürgerbeteiligung erwünscht !

„Plötzlich lärmt ein Bagger vor der Tür, ein Nachbar hat aufgeschnappt, dass die Straße umgebaut wird. So soll es in Zukunft nicht mehr laufen: Bei der Planung von Bauvorhaben will der Senat die Bürger stärker einbeziehen. Auch, um Konflikte zu vermeiden..“

RBB24.de 08.07.2019

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, als auch der Bezirk Lichtenberg hat hierzu Leitlinien erarbeitet. Wir haben im Bezirk mitgearbeitet und können auf die Diskussionen und Erfahrungen aufbauen.

Dankschreiben des Bezirksbürgermeisters Michael Grunst:

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen:
Leitlinien für Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Stadtentwicklung

Bezirksamt Lichtenberg:
Bürger aktiv in Lichtenberg
Leitlinien Bürgerbeteiligung und Engagementstrategie

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